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  Berichte  
 
Damit das Thema „Transition“ nicht nur ein leeres Gerüst bleibt, kann man sich unter dieser Rubrik selbst ein Bild davon machen, wie Tänzerinnen und Tänzer die Transition oder Gedanken daran persönlich erlebt haben. Hier kann man längere Berichte, aber auch kurze Zitate und Eindrücke finden.

Wer Interesse hat sich mit einem Beitrag selbst beteiligen zu wollen, auch, damit möglichst viele verschiedene Erfahrungen eingefangen werden können, kann diesen per Mail an eine der Kontaktadressen senden und dieser kann dann bei Gelegenheit mit in diese Rubrik aufgenommen werden. Selbstverständlich werden Beiträge auf Wunsch anonymisiert veröffentlicht.


 
Transition in Dance
     
 
“Jetzt bin ich schon wieder aufgeregt, muss das denn alles überhaupt sein?”

“Ich hab' mich so verausgabt und überfordert, meine Seele muss sich davon noch erholen.”

“Ich habe immer die Sachen von/für andere(n) getanzt, was ist denn eigentlich mein Tanz, meine Bewegung?”

“Die Intelligenz gebietet es, dass einem die Bühnenbretter ab einem gewissen Alter nicht mehr die Welt bedeuten.”
(Romuald Pekny)

Transition out of dance ist für jede/n einzelne/n Künstler/in völlig anders und oftmals entsprechend dem, was der Tanz dem/derjenigen in der aktiven Phase bedeutete. Tendenzen sind erkennbar, je nachdem, ob ein/e festangestellte/r oder freischaffende/r Tänzer/in am Ende der Tanzkarriere ist: Während der/die Festangestellte zumeist ein deutliches Ende der Karriere hat, mit einer relativ passablen Absicherung und Weiterbildungs- oder Umschulungsmöglichkeit ist bei Freischaffenden der Übergang eher fließend, mit so gut wie keiner staatlichen Unterstützung, aber dafür mit viel Eigeninitiative und Selbstständigkeit. Dazu kommen oftmals noch regionale Besonderheiten, dennoch gestaltet jede/r Tänzer/in ihre/seine Transition höchst individuell.
Mich interessiert von jeher, ob Tanz nur inerhalb der vereinbarten Normen stattfinden darf und kann, und somit auch die Frage, ob er mit der aktiven, artistischen, akrobatischen Zeit enden muss. Als freischaffende Tänzerin (außerhalb jeglicher Normen) hatte ich bereits einen fließenden Übergang in den Tanz hinein und empfinde eigentlich mein ganzes Leben als Transition. Für mich ist das Leben schon immer die größte anzunehmende Improvisation (GAI), und so nutze ich die Tanzimprovisationstechniken, um mich und mein Leben ständig neu zu (er)finden. Als Optimist und Genußwurzel versuche ich jeden Moment als perfekt anzusehen und zu zelebrieren. Die Transitionphase wert- und lustvoll betrachten und gestalten zu können würde ich gerne vermitteln. Außerdem möchte ich mich für die Verbesserung der Situation für Freischaffende in der Transitionphase einsetzen. Deswegen engagiere ich mich in der Initiative “TiD”.
(Susie Wimmer)
 
 
 
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